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Ein Text ist noch keine Geschichte – 7 Tipps für bessere Reiseartikel.

Es gibt da dieses Sprichwort: “Those who can, do; those who can’t, teach.” Genau aus diesem Grund wird das hier auch der einzige Artikel bleiben, in dem der Magier seine Tricks verrät. Denn das hier soll ein wilder Ort voller Geschichten sein- und keine Lehranstalt. Ich bin mir nach wie vor auch nicht sicher, ob ich überhaupt in der Position bin, um Tipps zu geben.

Aber es gibt scheinbar ein paar, die finden, dass ich das ganz gut hinbekomme. Das mit dem Schreiben. Ich selbst würde mich nie anmaßen, das zu behaupten, bin ich doch grundsätzlich eigentlich nie ganz zufrieden mit dem, was am Ende auf dem Weiß steht. Es könnte halt immer besser sein und kein Text ist je wirklich fertig. Tatsächlich haben sich aber in letzter Zeit Emails mit Fragen zum Schreiben besserer Artikel gehäuft. Darum habe ich mir mal ein paar Gedanken über das Handwerkszeug gemacht, das ich beim Bloggen benutze.

Ich dachte eigentlich immer, ich würde “nur so aus dem Bauch heraus schreiben”, ohne zu wissen was ich da mache. Das stimmt aber gar nicht. Oder nur bedingt. Denn auch wenn es ganz persönliche Beweggründe und Empfindungen sind, die mich dazu veranlassen eine Geschichte zu schreiben, so haben sich über die Jahre doch einige Richtlinien herauskristallisiert, die mir helfen. Nichts ist in Stein gemeißelt und es kann sein, dass sie überhaupt keinen Mehrwert für andere haben. Ich aber habe die folgenden sieben Grundsätze verinnerlicht – und sie helfen mir, vor allem Freude am Schreiben zu haben. Und darum geht es ja schließlich.

 

1. Reisen. Lesen. Schreiben.

 
Dieser Tipp kommt nicht von mir sondern vom großartigen Travel Writer Rolf Potts. (“Travel a lot. Read a lot. Write a lot.”) Was bedeuten diese drei Punkte aber im Einzelnen?

Reisen.

Kein Meister ist bisher vom Himmel gefallen. Wer also fundiert über das Reisen schreiben möchte, der muss zunächst einmal reisen. Klingt banal, ist aber ungeheuer wichtig. Erst wenn ich ein Stück von der Welt gesehen habe, bin ich auch dazu in der Lage, mir eine Meinung über selbige zu bilden und fundiert über das Reisen schreiben zu können.

Lesen.

Ich liebe es zu lesen! Das war schon immer so. Ich bin mit Gute-Nacht-Geschichten und Büchern aufgewachsen und meinen Eltern über die Maßen dankbar, dass sie mich von klein auf in dieser Hinsicht geschult haben. Wer gerne schreiben will, der sollte also auch gerne lesen. Das sagt übrigens nicht nur Rolf Potts, das sagt zum Beispiel auch J.K. Rowling (…und ja, ich liebe Harry Potter.) Die Liebe zu Büchern war vorhanden lange bevor ich meine Leidenschaft fürs Schreiben entdeckte. Ich lese alles, was ich in die Finger kriege: Romane, Sachbücher, Reisemagazine, andere Blogs, die Bravo, die Bild-Zeitung. Je mehr ich lese, desto mehr lerne ich über die Sprachlandschaft, in der ich mich bewege.

Schreiben.

Auch dieser Tipp klingt erstmal selbstverständlich. Ist er aber nicht. Es gibt Blogger, die nur dann schreiben, wenn sie einen Artikel produzieren müssen. Ich schreibe immer. Morgens, mittags, abends. Ich schreibe täglich in mein Tagebuch, ich fülle mein Notizbuch mit Ideen und Beobachtungen. Ich schreibe irgendwelche Geschichten, die es niemals an die Öffentlichkeit schaffen werden (hoffe ich zumindest…). Ja, ich schreibe sogar, wenn ich nicht schreibe! Je öfter ich schreibe, desto mehr Erfahrungen kann ich sammeln und desto weniger Schreibblockaden habe ich.

 

2. Wörtliche Rede.

Genau, als zweites gleich mal ein ganz praktischer Tipp: Lass die Menschen sprechen! Und das am Besten gleich zu Anfang deines Artikels. Direkt mit wörtlicher Rede in eine Reiseanekdote reinzugehen zieht den Leser sofort ins Geschehen. Vor allem bei Reisegeschichten geht es doch meistens um Begegnungen, um Zwischenmenschliches, um Situationen mit anderen Leuten. Lass sie lebendig werden! Nichts “menschelt” mehr als wörtliche Rede!

Beispiel: “Bist du von hier?”

 

3. Riechen. Schmecken. Hören. Fühlen.

 

Zugegeben: Was wir mit den Augen wahrnehmen ist in unserem heutigen, bildlastigen Internet-Zeitalter wichtiger denn je! Im Text ist das Visuelle aber auch immer die offensichtliche – und damit die langweiligere Wahl. Für das Visuelle sind doch die Fotos da, die wir mit dem Artikel liefern! Der Text ist darum für all die anderen Sinne übrig.

Erzähl mir die ganze Geschichte! Wie riecht es am Hafen des kleinen Fischerortes? Wonach schmecken eigentlich Muscheln? Was hörst du noch außer der Brandung, den Möwen und der Schiffsglocke? Und wie fühlt es sich an, wenn dir der raue Seewind ins Gesicht peitscht und du deinem Liebsten Adieu sagst, der gleich mit dem Kutter hinaus auf See zieht?

Beispiel: “Endlich Marokko – die blaue Stadt.”

 

4. Blickwinkel ändern.

 

Ich versuche dem Leser immer etwas Neues zu bieten. Aus einem anderen Blickwinkel zu erzählen, kann eine öde Geschichte gleich viel spannender machen! Ich berichte also nicht vom Eiffelturm sondern von der Metro-Station nebenan. Da sind zwar auch schon alle gewesen, nur haben sie das längst wieder vergessen.

Es entsteht so ein Überraschungsmoment, es werden ganz andere Gefühle oder Erinnerungen geweckt! Darum ist es, wie ich finde, eigentlich gar nicht nötig, an entlegene Orte zu reisen, um spannende Geschichten zu finden - es muss nur mit anderen Augen auf bekannte Orte geschaut werden.

Beispiele:“Erinnerungen eines Autos”“Lieber Daeng, den ich vergessen hatte…” 

 

5. Klischées vermeiden.

 

Und damit meine ich nicht nur die Inhaltlichen. Ich meine die Wörtlichen. Wer ein unvergleichliches Erlebnis textlich auf eine Floskel reduziert – ‘tschuldigung, aber der war schlichtweg zu faul! Dass ich mich weiter oben auf “Nichts ist in Stein gemeißelt” und “Kein Meister ist bisher vom Himmel gefallen” ausgeruht habe, war auch tatsächlich genau das: Faulheit. Finde neue Worte für ein altbekanntes Szenario! Dabei hilft dir Thesaurus! Für jedes Wort gibt es etliche andere Wörter, die dem Leser viel mehr Spaß machen! Wenn du deinen nächsten Text schreibst, überprüfe ihn auf Klischées und versuche einfach mal, diese durch deine eigenen Worte zu ersetzen.

Als Beispiel möchte ich hier unbedingt Siola-Cinta Pankes Blog “Quadratur der Reise” empfehlen! Sie ruht sich nie auf einem Klischée aus, sondern findet immer ihre ganz eigenen Worte.

 

6. Persönliches teilen.

 

Eigentlich kann man alle anderen Tipps über das Schreiben komplett vergessen, wenn es um das Bloggen geht. Ehrlich, scheiß auf Rechtschreibung, scheiß auf Wortwitz! Wer eine Botschaft hat, die ihm am Herzen liegt; wer die Hosen runterlässt oder sich von einer ganz persönlichen Seite zeigt, der wird gelesen werden. Die Artikel, die bei mir immer am Besten funktioniert haben, waren die, die hektisch und ganz spontan aus mir herausblubberten, weil ich sonst geplatzt wäre. Hervorragende Beispiele von anderen Bloggern sind Patrick Hundts “Geständnisse eines introvertierten Reisenden”, Conni Biesalskis “Die Welt und ich” und Ute Kranz’ “Freiheit, warte auf mich!”  (… die das mit der Rechtschreibung und dem Wortwitz aber auch alle sehr gut drauf haben.)

Beispiele von mir: “Zur richtigen Zeit. Am richtigen Ort.”, “Fernweh – ein Krankheitsbild.” und “Die Reise einpacken.” 

 

7. Experimentieren.

 

Keiner liest deinen Blog. - WIE BITTE?! – Nein wirklich, keiner. Wer literarische, längere Texte auf seinem Blog veröffentlicht, sollte sich darüber von Vornherein im Klaren sein. Der allgemeine Internetleser hat wenig Zeit und wer wirklich lesen will, der greift entspannt zu einem Buch. Ich bin da keine Ausnahme. Meistens scrolle ich nur über einen Artikel und wenn er keine Fotos hat, verliere ich sofort das Interesse und gehe zu Buzzfeed (…gehe darum auch davon aus, dass bis hierher sowieso keiner mehr gelesen hat – wenn du noch da bist, hinterlass also gern mal ein Kommentar, du Held! ;-) )

Im Ernst, ich bin mir darüber im Klaren, dass nicht mal die Hälfte der Leute, die auf meinem Blog landen, jemals einen Artikel bis zum Ende gelesen hat. Und genau darum kann ich hier eigentlich auch erstmal machen, was ich will. Mein Blog ist mein Spielplatz. Hier baue ich Sandburgen, gehe rutschen und schaukeln und lege mich auch mal ordentlich auf die Klappe.

Ich glaube zum Beispiel nicht, dass irgendjemand verstanden hat, was ich in “Endlich Marokko – die blaue Stadt” gemacht habe – nämlich zwischen Vergangenheit und Gegenwart hin- und herspringen…Herrje! Viiiiiel zu komplex für einen Blogartikel! Aber darum ging’s mir nicht. Ich wollte das halt mal ausprobieren. Genauso wie meine fiktive Geschichte “Der Bootsmann” oder meinen “Brief an die Routine.” Regeln sind dazu da, um gebrochen zu werden und wie bei jeder anderen Profession auch lohnt es sich, beim Schreiben neue Wege einzuschlagen.

Weitere, weniger textlastige Experimente waren übrigens “Der große Reiseblogger-Rätsel-Spaß” und “15 things that will make you want to go to Africa. Now.” Und beide haben gut funktioniert.

 

Abschließend noch ein paar Worte…

 
Nachdem ich nun diesen Artikel geschrieben habe, bin ich mir in zwei Dingen sicher:

1. Ich weiß jetzt, dass ich noch überhaupt nichts weiß.

2. Ja, Schreiben lässt sich erlernen.

 Natürlich lässt es sich erlernen. Wir alle mussten da schließlich durch in der Schule. Wir alle haben Diktate geschrieben und die deutsche Grammatik gelernt. Heutzutage wird wahrscheinlich sogar mehr geschrieben als jemals zuvor. Emails, SMS, Status-Meldungen, Tweets… Doch gerade weil Worte plötzlich überall sind, ist es umso schwieriger, die richtigen zu finden – nämlich die, die der Leser nicht schon 10.000 Mal gehört hat.

Für mich liegt ein Reiz darin, die richtigen Worte zu finden. Ich hab da Bock drauf und vergesse dabei völlig zu essen, zu schlafen oder zu duschen! Und ich muss noch so viel lernen! Ich bilde mich stetig weiter, höre mir Vorträge über Storytelling an, gucke bei meinen Vorbildern ab. Aber selbst wenn die mir eine Bedienungsanleitung für ihren Schreibstil geben würden, könnte ich doch nie genauso schreiben. Ein Text ist eben noch lange keine Geschichte.

Ja, ich bin ein absoluter Nerd, wenn es um das Thema Schreiben geht. Ich gestehe an dieser Stelle, dass ich jeden noch so kurzen Text, den ich verfasse mindestens dreimal Korrektur lese - egal wie sehr ich in Eile bin. Wenn eine Email von mir also Rechtschreibfehler, “vergessene” Großschreibung und ausgelassene Leerzeichen nach Punkt und Komma enthält – sei dir sicher: das war glatte Absicht. Vielleicht will ich deutlich machen, dass ich in Eile bin; vielleicht will ich meinen Unmut über ein bestimmtes Thema zum Ausdruck bringen; vielleicht will ich auch einfach nur besonders locker und spontan rüberkommen. Manchmal fake ich sogar ein Auto-Correct mit dem iPhone und wenn mir auf Facebook doch mal ein Schreibfehler unterläuft oder ich ein Wort vergesse…oh gott,DANN RASTE ICH AUS!!1

Also, in diesem Sinne: Ja, Schreiben lässt sich erlernen. Nerds allerdings werden geboren.

 

 

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Gesa Neitzel

Hallo! Schön, dass du da bist. Ich bin Gesa aus Berlin und mir gehört der Laden. Hier erzähle ich von meinen Reisen um die Welt und immer auch ein Stück mehr zu mir selbst.

  1. Nina sagt:

    Ahaha… Endlich auch jemand der zugibt iPhone Fehler einzubauen… ich schreibe manchmal auch absichtlich “Von meinem iPhone gesendet” unter meine eMails, wenn ich sagen will: Lass mich in Ruhe, ich bin unterwegs.

    Aber abgesehen davon: Tolle Tipps (die ich übrigens alle gelesen habe). Ich glaube mir fehlt fürs “richtige” Schreiben einfach die Geduld :D

  2. Tolle Tipps, danke Gesa! Ich stehe noch am Anfang der Schreiberei, und je mehr / öfter ich schreibe, umso mehr Spaß macht es mir.
    Mir fehlt manchmal auch ein bisschen die Geduld, den Text vorm Veröffentlichen noch mal zu Lesen und ggf. zu verbessern. Manchmal schmeiße ich den Post einfach in die Welt raus und hoffe, dass es trotzdem jemand liest. Ich gelobe Besserung. ;-)

    • bedouinwriter sagt:

      Vielen Dank, Mandy. Korrekturlesen! Ja, noch so ein Punkt… kann man nicht oft genug machen!

      • Oli sagt:

        Es lohnt sich, die Texte nicht sofort zu veröffentlichen, sondern einen Tag zu warten, um sie dann noch einmal auf Fehler durchzusehen. Ich bin immer schockiert, wie viele Vertipper ich in jedem Beitrag übersehe.

        Meistens fehlt mir zwar die Geduld, einen Tag zu warten. Aber ich lese meine Artikel meistens nochmals durch, bevor ich sie am nächsten Tag durch die Social Media haue. Das ist nicht so gut, aber besser als nichts… :)

        • bedouinwriter sagt:

          Hi Oli! Ja, auch Rechtschreibung und Tippfehler sind noch mal ein ganz anderes, wichtiges Thema – fernab von inhaltlichen Tipps, um die es in diesem Artikel geht.
          Mir hilft es, erstmal in Word vorzuschreiben. Das mit der Ungeduld kenne ich aber nur zu gut… dieser Artikel sollte eigentlich auch erst nächste Woche kommen ;-)

  3. Judith sagt:

    Merci für diesen amüsanten und interessanten Text!!1

  4. Guido sagt:

    Zu-Ende-Leser. Immer.

  5. Holger sagt:

    Ich freue mich über jeden Schreibnerd (jede Schreibnerdine), der/die noch spannende Texte fehlerfrei und mit Wortwitz schreiben kann. Ich lese gerne und auch (zumindestens hier) mal bis zum Schluss.
    Freue mich auf weitere spannende Geschichten von dir, Gesa!

    Von meinem iPhone gesendet ;-)

  6. gabriele sagt:

    danke gesa! für diesen schönen, lehrreichen, fabelhaften text! werde weiter versuchen deine hinweise im kopf mit mir herum zu tragen, auf dass sie mir die hand führen (schiefes bild:-)
    lieben gruss
    gabriele

  7. Kristine sagt:

    “wenn du noch da bist, hinterlass also gern mal ein Kommentar” – mache ich doch glatt und sage Herzlichen Dank für diesen Einblick in deine Zauberwerkstatt. Denn genau das sind deine Texte für mich: voller Magie! Danke dafür!

  8. Super Tipps Gesa. Wird sofort auf Blog Camp und co geteilt!

    Und ja “Sent from my iPhone” tippe ich auch manchmal mit Absicht ein :P

  9. Julia sagt:

    Gesa, ich liebe deine Geschichten! Und ich über deine Tipps hab ich mich sehr gefreut. Wirklich.
    Obwohl ich massenhaft Bücher verschlinge, schaffe ich es bei Blogs oder Internetseiten tatsächlich auch selten einen Artikel ganz zu lesen. Am Laptop oder Handy fühle ich mich immer in Eile oder hab so viele Tabs offen, dass es sich so anfühlt, als hätte ich keine Zeit, um einen Artikel wirklich zu lesen. Bei deinen ist das anders. Hier vergesse ich meistens, dass ich nur kurz reinschauen wollte und zwar dann, wenn ich beim letzten Wort angekommen bin. Großes Lob!

    • bedouinwriter sagt:

      Ach schön, Julia! Wirklich , das freut mich ganz wahnsinnig zu hören!
      Ich habe mir neuerdings übrigens angewöhnt, an einem Abend in der Woche wirklich malanstatt Fernsehen oder Buch durch Blogs zu stöbern und wirklich ZU LESEN! Kann ich nur empfehlen. Da draußen sind wirklich tolle Geschichten, für die sich nur leider keiner Zeit nimmt. Vor allem übrigens hier: http://www.reisedepeschen.de

  10. Manuela sagt:

    Danke für diesen herrlichen Artikel! Und bei Facebook geht’s mir genau gleich wie dir…

    Ich lese deine Artikel immer zu Ende, gerade weil sie so schön anders sind und (im Gegensatz zum Grossteil der anderen Blogposts da draussen) ihnen anzusehen ist, dass sie korrekturgelesen worden sind. Ausserdem erscheinen sie für meinen Geschmack viel zu selten, deshalb lohnt sich das Lesen gleich doppelt! ;)

    • bedouinwriter sagt:

      Danke für dein Feedback, liebe Manuela! Da hab ich die Zahl derer, die meine Artiel bis zum Ende lesen, wohl doch unterschätzt ;-) . Aber ja, gerade weil sie länger sind – und somit auch zeitintensiver – komme ich leider auch seltener dazu, Artikel online zu stellen.

  11. Anita sagt:

    Liebe Gesa ein Kompliment für deine wunderbare Sprachakrobatik und dein Talent, mich immer bis zum allerletzten Wort zu fesseln. In meinen Texten hat es immer auch ganz viele Bilder und manchmal habe ich das Gefühl, dass die Leser nur durch die Bilder scrollen und ich den Text auch glatt weglassen könnte. Vielleicht liegt es aber auch einfach daran, dass bei mir das mit dem Geschichten erzählen noch nicht so locker, flockig funktioniert. In dem Sinne: vielen Dank für die Tipps! :)

    • bedouinwriter sagt:

      Liebe Anita, tausend Dank für deine Worte! Ach, wie oft tappe ich im Dunkeln und frage mich, ob überhaupt jemand das letzte Wort eines Artikels liest – weil ich es ja von meinen eigenen Lesegewohnheiten kenne. Freut mich riesig, dass die Tipps helfen. Danke, danke, danke!

  12. Ute sagt:

    Sehr schön geschrieben (wie immer) und sehr inspirierend! Ich habe mir früher nie Gedanken über’s Schreiben gemacht, hatte in Deutsch ne 4 und finde es mittlerweile total spannend, wie sich das ändern kann. Manchmal bin ich vollkommen überrascht, woher diese Ideen plötzlich kommen und wie schnell ich manches runter schreiben kann, ohne großartig vorher darüber nachgedacht zu haben. Ich finde mittlerweile Schreiben als ein wunderschönes Instrument der Ausdrucksweise (auch, wenn ich vielleicht lieber gut singen können hätte wollen ;) Freue mich auf mehr!

    • bedouinwriter sagt:

      Ute! Du hattest nur ne 4 in Deutsch?? Das kann, nein das WILL ich einfach nicht glauben! ;-)
      Du hast Recht, mit dem Schreiben macht man natürlich weniger Eindruck am Lagerfeuer, aber ich bin trotzdem auch ganz zufrieden mit diesem Instrument :-)
      danke dir und lieben Gruß!

  13. Schön geschrieben, ich hab zumindest (fast) bis zum Ende gelesen – und Lust bekommen, diesen Blogeintrag zu schreiben, den ich schon länger schreiben will :-)

  14. Ivana sagt:

    Danke für den anregenden Artikel und die (für mich) ermutigende Perspektive, dass man auch mit der Zeit besser wird :-)

    Liebe Grüße,
    Ivana

  15. Pati sagt:

    “Liebe deinen Leser wie dich selbst”, würde mein Prof jetzt sagen.
    Schreiben ist eine Kunst. Eine, die du aber wirklich beherrschst, um mit Freude gelesen zu werden.
    Ich mag deine Reisegeschichten – ganz besonders die persönlichen. Die das Geschehene aus einem anderen Winkel beleuchten.

    Meine liebste? Gesa wacht in einem Dorm auf und macht sich Gedanken (oh Gott, ich hoffe, die war von dir…)
    Die hat was. Vielleicht, weil ich mich darin total wieder finde.

    …von meinem Android gesendet…

  16. Dhruv sagt:

    sehr schön geschrieben.. und ohne Schreibfehler!

    ich lasse manchmal die Fehler darin auch wenn ich sie gemerkt habe, nur sodass ich kein Grammar Nazi genannt wird.

  17. Matt sagt:

    …gehe darum auch davon aus, dass bis hierher sowieso keiner mehr gelesen hat – wenn du noch da bist, hinterlass also gern mal ein Kommentar, du Held! ;-)

    Ich bin jetzt ein Held!

  18. Matthias sagt:

    Komischerweise klicke ich sehr gerne auf Artikel, die mit “10 Dinge die du…” oder Ähnlichem beginnen. Vielleicht liegt es an deren Formatierung. Immer mit Headlines und Absätzen, die nicht allzu lang sind.
    Achtest du bei deinen Texten auch auf solche Details?

    • Gesa Neitzel sagt:

      Hi Matthias, vollkommen richtig: für das Auge hat das was ungeheuer beruhigendes – und wird wohl nicht zuletzt deshalb so häufig benutzt. Kommt für meine Art von Erzählungen weniger in Frage – sind meistens Fließtexte, in sich abgeschlossene Geschichten. Ich arbeite darum mit Zitaten oder markanten Sätzen, die ich größer und fetter mache, damit das Auge etwas zum Festhalten findet. Formattierung ist da wirklich noch mal ein ganz anderes spannendes Thema für sich!

  19. Aylin sagt:

    Schöner Artikel. Es ist doch eine Kunst, die richtigen Worte zu finden und damit viele Menschen zu berühren.

    (Hab bis zum Ende gelesen und die Kommentare sogar noch obendrauf ;-)).

  20. Super Artikel. Finde es super, dass du einfach drauflos schreibst ohne ‘Rücksicht auf Verlust’ ;) Ich habe Tage da überflutet mich meine Inspiration und ich kann gar nicht schnell genug in die Tasten hauen und möchte den Artikel so schnell wie möglich fertig haben und mit der ganzen Welt teilen, da bleibt bei mir die Rechtschreibung zu Teil dann auch auf der Strecke, aber mal ehrlich, ob nun ein Komma da hin sollte oder nicht interessiert doch die wenigsten, es geht ums schreiben und um andere damit zu inspirieren. Herzliche Traveller Grüsse und schöne Pfingsten!

  21. Schöner Artikel. Macht Spaß ihn zu lesen – was will man mehr? :)

  22. Chinomso sagt:

    Hallo Geza
    wie kann man denn bitte sowas Schönes nicht bis zum Ende lesen wollen? Wenn Heldentaten so einfach zu erreichen sind, dann muss eine neuen Bezeichnung für die wahren Helden her.

    Ich reise und lese gerne, schreibe aber immer noch zu wenig in mein Blog. Das liegt auch daran, dass meine Gedanken manchmal ganz schön schräg sind.

    Bei dir hier gefällt es mir jedenfalls und ich werde gerne wieder kommen.

    LG von Iris alias Chinomso (übrigens ein Name aus Nigeria. Das ist Igbo und bedeutet: “God is by your side.” Ich bin nicht besonders religiös, aber ein guter Bodyguard schadet nie.)

  23. Rike sagt:

    Danke für diesen schönen und lehrreichen Artikel. Du bist durchaus in der Position übers Schreiben zu schreiben!
    Ich denke, wenn ein Post so geschrieben ist, stehen die Chancen auch nicht schlecht, dass er komplett gelesen wird. Geht ja auch aus den Kommentaren hervor ;-)
    Liebe Grüße aus Istanbul, rike

  24. Hi,

    danke für die Inspiration. Ich mochte Deinen Schreibstil vom ersten Moment. Und finde mich auch in diesem Artikel wieder. Ich habe bis zum Schluß gelesen und mich dran erfreut. Möge er viele freudige Schreiberlinge hervorbringen.

    LG Marlene alias Couchabenteurer

  25. Martin sagt:

    Hey Gesa,

    fand ich sehr interessant zu lesen. Meine Leser schreiben mir immer das ich “sooo gut” schreiben würde. Selber sehe ich das ganz anders – aber wie ich deinem Text entnehme.

    Learning by doing… Ist wohl der beste Tipp einfach anzufangen damit.

    Danke

    Schönen Gruß aus Brasilien.

    P.S: Ich habs bis zum Ende gelesen ;-)

  26. Anja sagt:

    Liebe Gesa,

    wirklich gut geschriebener Blogartikel. Gerne lese ich Blogbeiträge wie diese von dir. Wir steigern uns gerade hinein, in die Welt des Schreibens. Ich führe ein Unternehmen Blog für professionelle Fachübersetzungen. Deine Beiträge sind wirklich klasse.

    Ps. Sorry für die Schreibfehlern ich bin Niederländerin.

    Liebe Grüßen,
    Anja

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