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Stille Post (1)

Heute möchte ich ein Geheimnis verraten.

Es gibt da diese Sache, die ich gern mache. Und sie ist ziemlich merkwürdig. Also, manchmal bin ich ein bisschen betrübt am Abend. Und wenn ich mich so fühl, dann schreibe ich eine kleine Notiz. Nicht an mich selbst – Ich weiß nicht an wen, wirklich.Ich schreibe einfach was Nettes auf ein Stück Papier.

Am nächsten Tag nehme ich das Stück Papier mit. Ich nehme es einfach mit wo auch immer ich hingehe. Und dann lass ich es irgendwo liegen. In der Bahn. An der Bushaltestelle. Im Supermarkt im Regal hinter einer Tüte Milch. Einfach irgendwo. Und der Gedanke, dass jemand sie findet und dann darüber lächelt, … ich weiß auch nicht… aber der bringt mich irgendwie auch zum Lächeln.  Oder so.

Ist merkwürdig, ich weiß. Aber vielleicht auch irgendwie ein bisschen süß, wenn man so darüber nachdenkt.  Und ich mache es gern. Es ist eines von diesen kleinen Dingen, die nichts kostet, die aber etwas machen. Glücklich nämlich.  Und, also, ich dachte ich könnte meine heimlichen Nachrichten hier teilen und sie “Stille Post” nennen.

Und was ist mit dir? Hast du kleine Rituale wie dieses? Kleine Dinge, die du magst? Der Duft von frischem Kaffe vielleicht? Oder wie sich Leder anfühlt? Der Klang von Regen an der Fensterscheibe? Bitte denk drüber nach und erzähl mir davon im Kommentarfeld unten drunter. Es wird dich fröhlich stimmen. Und… also. Mich auch.

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Gesa Neitzel

Hallo! Schön, dass du da bist. Ich bin Gesa aus Berlin und mir gehört der Laden. Hier erzähle ich von meinen Reisen um die Welt und immer auch ein Stück mehr zu mir selbst.

  1. I like to smile at people while I’m walking down the street… Their reactions always lift my spirits: sometimes they look at you surprised, as if they think they might know you but don’t remember; others, they just think you’re nuts… Those times make me laugh! But the best part is when someone you don’t know gives you a big smile in return :D

  2. Gesa sagt:

    Haha! Smile – it confuses people ;-) Thanks for sharing, Marisa! I love it.

  3. Anonymous sagt:

    zeitung lesen am sonntag und frühstück im bett… gerne auch den ganzen tag. gibt nichts besseres :)

    robert

  4. Gesa sagt:

    au ja! das mach ich auch gern! mehr buch, weniger zeitung allerdings.

  5. Anonymous sagt:

    Manchmal wenn ich an der Ampel stehe, sehe ich neben mir einen Autofahrer der laut und inbrünstig zum Radio mitsingt! das passiert nur selten aber wenn muss ich immer laut lachen.

    viele grüsse!
    bea

  6. Gesa sagt:

    … das könte im Zweifel immer ich sein, Bea. Oder meine Schwester. :-)

  7. Anonymous sagt:

    this is probably the sweetest thing I’ve ever heard!i hope i find one of your notes one day…
    as for me, it’s the smell of bacon. love it and can’t get enough of it!

  8. Anonymous sagt:

    Liebe Gesa, erst einmal: Was für ein süßes, lockerleichtes, lebensfrohes Ritual!
    Sehr, sehr schön!!

    Ich bin beruflich etwa nur die Hälfte des Monats Zuhause, mag es aber so wie es ist, und wenn ich dann in meinem eigenen Bettchen geschlafen habe, “zelebriere” ich mein Frühstück richtig…
    2-3 Tassen Kaffee und mein “Power-Brekky”, das ich mir immer frisch mache: ich schneide Obst (was so da ist: Apfel, Banane, Erdbeeren, Blueberries, Birne, …) und Nüsse klein, nehme Haferflocken, Leinsamen, Cranberries und Sonnenblumenkerne und mische alles mit Naturjoghurt und Milch.
    Yummy!! Das gibt mir einen guten Start in den Tag und ist sooo lecker!!
    Die “Frühstückszeit” genieße ich!

  9. Gesa sagt:

    Was für ein schönes Ritual! Undi ch kenne das Gefühl: Wer länger nicht im eigenen Bett geschlafen hat, zelebriert es umso mehr. Vielen Dank, dass Du Deine “Frühstückszeit” mit uns geteilt hast. hab ich sehr gern gelesen!

    liebe grüße und viel Spaß mit deinem “Power-Brekky” am Wochenende :-)
    Gesa

  10. Noortje sagt:

    Hai Gesa,

    Was für ein tolle Post hast du wieder geschrieben!

    Und danke das du deine Geheimnis mit uns geteilt hast weil ich finde sie einfach schön!

    Habe auch so ein Geheimnis – na ja erzähle mittlerweile auch darüber so ein Geheimnis ist es nicht wirklich mehr, aber wann ich mich ins Wochenende in der Stadt ab und zu etwas kaufe, lasse ich es oft als ein Geschenk einpacken. Ich mache dann meine andere Einkaufen, gehe nach Hause, setzte mich gemütlich auf der Sofa hin und dann .. dann schaue ich mich das schön eingepackte Geschenk noch mal an und packe es dann aus. Das kann ich echt so geniessen! Hi hi.. Auch ein wenig merkwürdig, gell?

    liebe Grüsse,
    Noortje

  11. Anna sagt:

    Wir hatten neulich eine Veranstaltung im Kollegenkreis, bei der wir ein wirklich schönes Spiel gemacht haben: Jeder bekam 3 Bonbons und sollte sie an je drei Kollegen verschenken und ihnen dabei sagen, was er an ihnen toll findet. So viele schöne Dinge habe ich noch selten über mich gehört und es macht auch wirklich Spaß, die guten Seiten an anderen zu entdecken und endlich mal auszusprechen! Das kann man ja vielleicht auch mal einfach so ohne “Spiel” machen…

  12. Peter sagt:

    Jemanden sagen, dass man ihn oder sie lieb hat. Das ist mein Ritual, das andere und dann mich glücklich macht. Denn tatsächlich sagt man dem Menschen, den man liebt, (hoffentlich) häufig, dass es so ist. Aber Menschen, die man lieb hat – Eltern, Geschwister, die eigenen Kinder oder dem besten Freund – sagt man es eigenartigerweise fast nie. Dabei ist es so ein wunderschönes Gefühl!

    Und die Reaktion ist auch toll: Sag jemandem “Ich hab Dich lieb” und er oder sie wird erst überrascht sein, das zu hören, und dann glücklich sein. DU hast sie glücklich gemacht.

    Es gibt nichts Schöneres. Probier’s aus.

  13. Olaf sagt:

    Hi Gesa,
    ich bin heute zufällig über Deinen Blog gestolpert und finde ihn erfrischend. Großartig erzählte kleine Geschichten aus der weiten Welt, die immer direkt vor unseren Nasen beginnt. An meinem Bildschirm klebt die Innerei eines fortune cookies “Lächeln ist ansteckend. Probieren Sie’s doch mal aus.” Den musste ich unbedingt aufheben – denn es wirkt. Und noch schöner finde ich ein Zitat aus Bali, das ich mir vor fast 25 Jahren mitgenommen habe – “Wenn Du einen Menschen ohne Lächeln triffst, schenk ihn Deins”.
    In diesem Sinne werde ich ab jetzt Ausschau nach Deinen “Silent Posts” halten und grüße Dich unbekannterweise sehr herzlich
    Olaf

  14. Torsten sagt:

    Eine wunderbare Idee. Die kleinsten Gesten haben oftmals die größte Wirkung :-)

  15. Heiko sagt:

    Moin Gesa,

    mein “heimliches” Vergnügen?
    Ich sitze liebend gerne an belebten Straßen/Kreuzungen. Beobachte und
    (meine Passion) fotografiere. Wenn man Zeit hat, und die nehme ich mir, sieht man Muster und Wiederholungen bestimmter Personen. Wenn mir dann eine
    schöne Aufnahme gelungen ist belichte ich diese aus und schenke sie der
    betreffenden Person am nächsten Tag :-)
    Das hat schon zu den verrücktesten, absurdesten und schönsten
    Situationen geführt.

    Heiko

  16. bedouinwriter sagt:

    Wundervolle Geschichten, die ihr da erzählt! Diese Welt ist eine Gute und wir machen sie dazu! Vielen Dank für eure Kommentare. Ich sitz hier vorm Rechner und grinse breit.

  17. Dani sagt:

    Hallo!
    Erst einmal DANKE! Für die tollen Texte, die wunderbaren Einblicke und so manche “Erleuchtung”! :)

    Ich für meinen Teil liebe es, zu beobachten…. und meine Beobachtungen entweder schon “mittendrin” oder aber hinterher für andere, mir wichtige Menschen in Worte zu fassen, um sie mit ihnen zu teilen. :-) So ist zu Beginn diesen Jahres zum Beispiel in den ersten lauen Sonnenstrahlen folgendes entstanden:

    Musik der Stadt

    Die Geräusche der Schuhabsätze vorübereilender Passanten auf dem Pflaster der Fußgängerzone… 1000 Takte, die sich in manchen Momenten perfekt ineinander fügen. In diesen Augenblicken scheint das Gewisper der vorüberfliegenden Gespräche zu verstummen. Man hört nur noch das Konzert der Schuhe und spürt die Sonne im Gesicht. Nur die Vögel schweigen nicht.
    Etwas weiter entfernt ertönt das Gebimmel von Fahrradklingeln zusammen mit dem Geklapper von Kinderwagenrädern. Es scheint durcheinander, und doch verschmilzt es mit dem Takt der Schuhe.
    Da! Irgendwoher. Ein lauter Knall… der Takt erstirbt und ein Stimmgemurmel, unterbrochen von Möwengeschrei, setzt ein. Die Melodie beginnt. Das Konzert rast durch die Masse der unendlichen Gefühle, die in Menschengestalt vorüberschlendert, begleitet durch das entfernte, kaum wahrnehmbare Rauschen fließenden Verkehrs, das die Grundlage für die Strophen des Konzertes bildet. Ein Hundebellen lässt das Geflüster anschwellen, bevor es in sich zusammenfällt und wieder durch den Rhythmus der 1000 Takte abgelöst wird. Ein Glockenschlag vom Kirchturm und das Lied beginnt von vorn…..

    Liebe Grüße von der Küste und eine wundervolle Zeit mit bunten Blättern und dem Herbstwind im Haar!

  18. Björklunda sagt:

    Hej Gesa,
    was für eine tolle Idee. Ich würde mich auch freuen über so einen Zettel. Leider hört man heutzutage nur noch wenig nette Worte und da ist so etwas eine kleine Aufmunterung .

    Meine Pasdion ist es Menschen zu beobachten – sei ihre Art etwas zu erzählen, miteinander zu kommunizieren oder bei einer Tätigkeit. Ich finde, man kann so viel in der Körpersprache der Leute lesen, wenn man sich nur darauf einlässt.
    Grüße Heike

  19. Caroline sagt:

    Schön, dass es außer mir noch Leute gibt, die die kleinen Dinge des Lebens wertschätzen! :)

    Liebe Grüße, Caroline

  20. Elisa sagt:

    Ich zünde gerne Streichhölzer an. Manchmal sitze ich abends im Dunkeln einfach nur da, in meinem kleinen Zimmer und lasse eins nach dem anderen abbrennen bis die Schachtel leer ist. Oder Wunderkerzen. :)

... Ich möchte auch was dazu sagen:

Hierlang für noch mehr Abenteuer!schliessen
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