Unbenannt

Von Träumen auf Listen in Eimern.

Wer kennt einen Mann namens Justin Zackham? Nein, jetzt nicht einfach googeln. Das wär’ gemogelt. Habe ich außerdem schon gemacht:

Justin Zackman ist der Erfinder eines sehr wichtigen Wortes. Eines Wortes für eine Sache, die es gewiss schon lange gibt, die aber bis 2007 noch namenlos durch die Welt irrte.
 
Welches Wort das ist?

 

Bucket List.

 

Sagt jedem was. Die berühmte To-Do-Liste, die es abzuhaken gilt, solange wir auf dieser Erde wandeln.
 
Ich möchte nicht sagen, dass Zackham sie erfunden hat. Die Idee an sich gibt’s bestimmt schon seit der Steinzeit.
 
- Eine Höhle bauen= check!

- Sieben Mammuts erlegen= check!

- Einmal im Leben Feuer machen= check!

- Eine Frau finden = check!

- Paar Kinder machen = check, check!
 
Justin Zackham aber hat sie populär gemacht, als er das Drehbuch zu dem gleichnamigen Film aus 2007 mit Morgan Freeman und Jack Nicholson schrieb.
 
Inspiriert durch eine Liste, die er mit Anfang 20 verfasste, kam der Film “The Bucket List” zustande.
 
Auf Justins “before-I-kick-the-bucket-list” standen all die Dinge, die der Autor unbedingt erleben und erledigen wollte bevor er den Löffel abgibt (zu Englisch: “kick the bucket”).
 

 

Heute sind die Eimer-Listen überall.
 
Jeder hat eine. Sind quasi die Jo-Jo’s der Neuzeit. Drauf stehen große Träume und kleine; lange Reisen und kurze; auch mal teure Anschaffungen, aber vielmehr all die Dinge, die Geld nicht kaufen kann:

 

Erfahrungen, Erlebnisse, Erstrebenswertes.

 

Auch ich habe eine solche Liste. Es befinden sich allerdings keine konkreten Dinge darauf, sondern vielmehr Richtungen, in die ich gehen will.
 
Ich verlasse mich lieber auf mein Gefühl, anstatt mir feste Ziele zu stecken. Zweiteres hat noch nie für mich funktioniert, meistens kommt ja doch das Leben dazwischen.

Vielleicht kann man sich das ein bisschen so vorstellen wie beim “Heißen Draht.”
 
Ich führe die Öse vorsichtig über den Draht und wenn ich vom Weg abkomme und den Draht berühre, kommt eine Warnung und ich halte inne, sammele mich und mache dann weiter.

Das bedeutet nicht, dass ich keine Träume habe. Im Gegenteil: Ich träume täglich. Für mich ist es fester Bestandteil eines jeden Tages, für eine Weile den Kopf in die Wolken zu stecken und mir auszumalen, was ich alles erleben möchte.
 
Manch einer mag denken, ich würde so den Boden unter den Füßen verlieren. Ich sehe das nicht so.

Träume sind wichtig. Bei all den Eindrücken, die täglich auf mich niederprasseln, kommt es immer wieder vor, dass ich den roten Faden verliere und nicht mehr weiß, wohin die Reise ursprünglich gehen sollte.
 
Träumen hilft mir, die Fährte wieder aufzunehmen. Mit dem Kopf in den Wolken verliere ich also ganz und gar nicht den Boden unter den Füßen.
 
Mit dem Kopf in den Wolken komme ich einfach nur den Sternen ein Stückchen näher.
 

 

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Gesa Neitzel

Hallo! Schön, dass du da bist. Ich bin Gesa aus Berlin und mir gehört der Laden. Hier erzähle ich von meinen Reisen um die Welt und immer auch ein Stück mehr zu mir selbst.

  1. Steffy sagt:

    Hallo und Grüße aus Süddeutschland,
    deine “Bucket- List” macht mich nachdenklich.
    Man sieht etwas, ließt etwas hört sich Erfahrungen an und man ist begeistert.
    Es gibt vieles auf dieser Welt, das einen wünschen lässt: “das will ich auch”!
    So wie du es darstellst. Deine liste.
    Ist eine Art wie ich es persönlich als sehr wundervoll sehe. Es sagt viel mehr über dich (die einzelne Person) aus und pflastert dir einen kleinen Weg zu deinen Zielen.

    Wünsche kann man auch unmöglich in einer Bucketlist darstellen lach. Da bräuchte man ein ganzes Buch voller Punkte.

    Ich hoffe du bist mir nicht böse wenn ich mir für meinen Teil (meiner gemeinsamen Homepage mit meiner Freundin) auch eine derartige Bucketlist anlege :)

    Wirklich gut überlegt und schön zusammengefasst liebe Gesa.

    Viele Sonnige Grüße, Steffy ;)

  2. Aylin sagt:

    Liebe Gesa,

    das erinnert mich an ein Buch, das ich vor meiner Reise las. In diesem war ein zentraler Leitgedanke Folgender:

    wenn Dein Leben am Ende ein Museum wäre, in dem all das, was Du gemacht, erlebt, durchlebt hast ausgestellt wäre: Was soll darin zu sehen sein?

    Und da hab ich mir gedacht: sicher nicht tausende Bilder, wie ich an irgendnem Schreibtisch gelangweilt E-Mails checke ;-)

    Egal, ob man eine Bucket List oder sonstwas macht: sich ab und zu zu fragen “läuft mein Leben so, wie ich es mir wünsche? Bin ich glücklich?” ist ziemlich wichtig. Und dafür sind Träume ein toller Wegweiser…

    LG, Aylin

    • Gesa sagt:

      Hi Aylin,

      Ich mag das. Das mit dem Museum, mein ich. Habe ich hiermit in meine Gedanken aufgenommen. Ich danke dir :-)

      Lieben Gruß,
      Gesa

  3. Mah sagt:

    Mit dem Kopf in den Wolken verliere ich also ganz und gar nicht den Boden unter den Füßen.

    ..mag ich !

    und ja innehalten und mal spontan gegenlenken. gegen all die “du solltest doch…”s

    Lg Mah

... Ich möchte auch was dazu sagen:

Hierlang für noch mehr Abenteuer!schliessen
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